WAS IST EIN PASHMINA?

Die Pashmina-Ziege lebt im Himalaya auf einer Höhe von über 4500m. Im Frühjahr wird es so gekämmt, dass die Pashmina-Daunen gesammelt werden, die es vor der Winterkälte schützen. Pashmina ist die feinste und luxuriöseste Kaschmirsorte.Dieser echte Pashmina-Schal wurde in Indien aus reiner echter Pashmina handgewebt. Es ist so dünn, dass es durch einen Ring geführt werden kann, was ihm den Namen Ring Shawl eingebracht hat.

 

Der in den Höhenlage gesammelte, pashmina ist die feinste, alteste Arte Kaschmirs, und auch die berühmteste Luxusarte.

Er stammt aus dem Flaum der Chyangra-Ziege, wo er am zartesten ist: am Hals und am Bauch. Dieser sogenannte „Pashm“ Flaum ist eine Arte von feinestem Kaschmir, die die Ziegen nur unter extremen Klimaverhältnissen wachsen, beziehungsweise ab 4500 Meter hoch. Somit wird der Pashm nur auf dem Vorhimalaya gesammelt, besonders im Ladakh. 

Eine Ziege liefert etwa 150 Gramm Pashmina pro Jahr. Am Frühling, wenn ihre flaumige Winterunterwolle ausgeht, wird sie gekämmt, damit die zartesten, feinsten, dünnsten und somit hochwertige Haare gesammelt werden.

Während ein Kaschmirfaserdurchmesser von 15 bis 19 Mikrometer fein sein kann, ist ein Pashminafaser noch feiner: unter 15 Mikrometer.

 

 

 

Außerdem muss man bemerken, dass diese tradizionelle Bezeichnung als geschützte Bezeichnung nicht gilt. Der Grund dafür ist dass die Pashminafaser mit keinem Gütersiegel ausgezeichnet wurde (im Gegensatz zum Kaschmirfaser).

 

 

 

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DIE GESCHICHTE DES PASHMINAS

Bereits im 15. Jahrhundert galt der Kaschmir-Pashmina-Schal als höchster Luxus und wird hauptsächlich von Männern getragen. Die Pashmina ist dann königliches Privileg und Objekt aller Begierden.

 

 

Das Wort „Pashmina“ stammt aus dem Persischen „pashmînah“, der sich auf das „Pashm“ (Flaum der Chyangra-Ziege) bezieht. 

Seit jeher wurde das Kaschmirtal für Schalweben berühmt. Die Wolle stammt aus dem Winterunterhaar der mittelasiatischen oder Himalaya-Ziegen, die der Höhe leben. Seit der Antike zählte Kaschmir zu den Luxusprodukten, die auf der Seidenstraße nach dem Römischen Reich befördert wurden. Diese Handwerksindustrie blühte im 16. Jahrhundert unter Mogulkaisers Akbar Schirmherrschaft auf, der somit die Entwicklung hochwertiger Produkte förderte. An jener Zeit galt der vor allem von Männern getragene Pashmina-Schal als Königsprivileg.

Der Kaschmir-Schal war im 19. Jahrhundert in Mode. Dieser Vorfahre von Pashmina war das Objekt aller Begierden, sowohl höchster Luxus als auch Symbol sozialer Zugehörigkeit.

 

 

 

 

 

 

Im 18. Jahrundert wurde der Kaschmir-Schal nach Europa ausgeführt, zuerst nach England, dann nach Frankreich als Folge von den Napoleonischen Kriegen. 

Als Pashminaliebhaberin brachte Kaiserin Joséphine den Kaschmir-Schal auf, dessen Mode das ganze 19. Jahrhundert lang zweifellos viel Erfolg hatte. Der kostpielige Schal galt als Statussymbol und als Herzstück der Brautaussteuer. Da war er schwer und prächtig dekoriert. Es erforderte verschiedene Werkstätten, um einen einzigen Schal zu bearbeiten.

Nachdem der Pashmina am 20. Jahrhundert in Vergessenheit geriet, gewann er Beliebtheit wieder in den 90er Jahren dank der von Hollywood-Stars aufgebrachten Mode der superfeinen Stolas.

 

Seit jeher gilt dieser « Diamant unter den Wollen » als Synonym für Luxus

 

 

 

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PASHMINA-SCHAL HERSTELLUNG

Dieses 2015 gedrehte Video unserer Handwerker wurde in der ganzen Welt verbreitet und wurde zur Referenz in diesem Bereich: Princesse Moghole ist stolz darauf, die Geheimnisse der Herstellung eines echten Pashmina zu enthüllen ♡

 

Ladakh: Pashminagewinnung

 

Pashmina-Ziegen leben im Himalaya auf einer Höhe von über 4500 m. Die Härte des Himalaya-Winters zwingt sie, eine sehr warme, feine und weiche Kaschmir-Pashmina-Daunen zu produzieren, um sich vor den eisigen Temperaturen zu schützen.Chang-Pa-Nomaden leben im Himalaya und hüten Pashmina-Ziegen

Um eiskalte Temperaturen in den Himalaya-Bergen bis zu -50°C ertragen zu können, wachsen Chyangra-Ziegen im Winter eine flaumige dicke Unterwolle unter ihrem Deckhaar, die im Frühjahr ausgekämmt wird. Die zartesten, feinsten, dünnsten Haare werden gesammelt, wo die Qualität am feinsten ist: am Unterhals und am Bauch.

Dieser Pashminaflaum stellt die Haupteinkommensquelle für die Chang-Pa nomaden Schafhirten dar, die eine traditionelle Lebensart Almauftriebe nach Almabtrieben bis zu 4600 Meter hoch auf den Ladakh-Hochländern an der Grenze vom Tibet aufrechterhalten. Um sie zu schützen, legte die indische Bundesregierung einen Preis von 3700 INR für 2 Kilos fest. Nach der Gewinnung werden die Fasern gewaschen und sortiert, und der Pashm-Flaum wird nach Srinagar in Kaschmir befördert, der einzigen Region in der Welt, wo die feine Kunst der Weberei beherrscht wird.



Diese traditionelle und noch handwerkliche, uralte, umweltfreunliche, ethische Industrie beträgt bloß 0.5% der Weltproduktion, gegen 90% bei sogenanntem „Mogolischem“ Kaschmir, von denen 80% China kommt. 

 

 

Chang-Pa-nomadische Hirten züchten Pashmina-Ziegen für ihre hochgeschätzte Kaschmir-Pashmina: Pashmina ist das feinste und luxuriöseste KaschmirDer Hirte kämmt die Pashmina-Ziegen im Frühjahr, um die Kaschmir-Pashmina-Daunen zu sammeln, die dann gewebt werden

 

 KASHMIR : Pashmina spinnen und weben

 

 

Im indischen Bundesland Kaschmir wurde es Jahrhundert nach Jahrhundert eine unerreichte Pashminawebereitechnik erworben. Jedoch, aufgrund von politischen Unruhen, unorganisierte Produktion und manchmal zweifelhafte Geschäftspraktiken, wurde herstellungsweise Kaschmir von Nepal verdrängt der ein dauerhafterer, zuverlässigerer Geschäftspartner ist, selbst mit gedrängtem Fachwissen.

 

Die Kaschmir-Pashmina-Daunen werden von Frauen mit einem Spinnrad von Hand gesponnenDas Spinnen von Pashmina ist eine heikle Aufgabe von Frauen

 

 

Pashmina erspinnen

Zunächst wird der Flaum mit einem Spinnrad handersponnen. Diese takterfordernde Arbeit wird traditionel von Frauen ausgeführt.

 

 

 

Das Weben von Pashmina ist eine alte Kunst, die seit Jahrhunderten von den Handwerkern des indischen Kaschmir beherrscht wirdPashmina zu weben ist Männersache. Auf seinem Holzwebstuhl braucht der Weber 2 Tage, um eine Pashmina-Stola von Hand zu weben

 

 

 

Pashmina weben

Dann wird der ergebene Faden mit Holzwebstühlen je nach uralten Techniken handgewoben. Zwei der berühmtesten Muster sind der „bulbul“ (Vogelaugen), der das Weben von leichtesten Schals ermöglichet, und das Raut. Dadurch wird natural braunfarbene oder cremefarbene Wolle benutzt, was die Färbung ermöglicht.

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Die Pashmina kann von Hand gestickt werden, es ist eine sehr sorgfältige Kunst, die ausschließlich von Männern ausgeführt wird

 

 

 

 

Pashmina besticken

Der Schal wird befärbt, und dann bestickt. Diese lange, sorgfältige, fast mystische Arbeit wird ausschließlich bei Männer im Rythmus von Sufi-Lieder ausgeführt. Ein Schal kann auch mit im Schuss eingestreckten farbigen Fäden, Streifen, Vierecken oder Arabesken gewebt werden.

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ORIGINELLE PASHMINAS UND FÄLSCHUNGEN

KEINE OFFIZIELLE « PASHMINA » BEZEICHNUNG

 

 

 

 

Der Begriff Pashmina ist nicht gekennzeichnet. Eine echte Pashmina wird mit 100% Kaschmir gekennzeichnet, während eine Erwähnung von 100% Pashmina eher auf eine synthetische Faser hindeutet

Die Hauptschwierigkeit liegt daran, dass Pashmina-Faser mit keinem Gütersiegel ausgezeichnet wurde, im Gegensatz zur Kaschmirfaser. Die von einem chinesischen Industriellen erworbene Marke PASHMINA wird weltweit mit typischen Etiketten verkauft, die gar KEINEN Hinweis auf Hinhaltstoffe und Materialen geben.

Legalerweise ist Pashmina kein Material.  Zweifellos verheimlicht die „100% Pashmina“ Bezeichnung dieses Etiketts Chemiefaser wie Viskose beziehungsweise Polyester. 

Jedoch führt das bedeutungsvolle Wort Pashmina Verbraucher in die Irre, die gewissenlose Händler in aller Ruhe betrügen. 

Jeder hat versucht, einen „echten“ Pashmina während eine Reise nach Indien zu kaufen. Das ist aber zum Verrücktwerden! Mit falschen Materialhinweisen und übertriebenen Preisen ist es kaum vermeidbar, das Dreifache des Preises zu bezahlen.

 

 

 

 

 

VERSCHIEDENE PASHMINA-FÄLSCHUNGEN

 

Da das Wort „Pashmina“ ganz legalerweise und weltweit auf einfache Stolas mit Fransen hinweisen kann, geben wir Ihnen ein paar Hinweisungen über verschiedene Materialen, auf die Sie stoßen können:

Viskose: Diese Fälschung kommt am meisten vor. Dieser weiche, frisch-anfühlende Stoff scheint leicht und knittert stark.

Acryl: weicher, knitterfreier Chemiestoff, der Fusseln und Reibungselektrizität fördert.

Kaschmir/Seide: sehr eng gewebter, weicher, leicht scheinender Stoff, mit Fransen. Dieses Naturmaterial fühlt angenehm und ist weniger teuer als reiner Pashminastoff.

Wolle : Schafwolle kann mit Rauteneffekt gewebt und chemisch weicher gemacht werden. Diese ist die unauffindbarste Pashmina-Fälschung. Fasern fühlen zwar weniger weich, weniger leicht und weniger warm. Sie ist aber auch weniger teuer und bleibt eine Naturfaser.

Maschine-gewebter Kaschmir: dieser Stoff ist eigentlich kein echter Pashmina, da er nicht mit Kaschmirflaum aus Ladakh handgewebt wird. Sondern wird er mit Kaschmir aus Mongolien industriell gewebt, zudem ein Nylonfaden hinzugefügt wurde, damit der Stoff der Maschinespannung besser widersteht. Dann wird dieser Nylonfaden in einem Chemiebad gelöst. Er sieht aus und fülht fast wie ein Pashmina: Zum Ausfinden braucht man einen geübten Blick! 

 

 

 

WIE KANN MAN EINEN ECHTEN PASHMINA ERKENNEN?



Brennprobe zur Unterscheidung zwischen naturellen und Chemiefasern

Ziehen Sie einen Faden aus der Stola heraus und brennen Sie den. Wenn er rasch durch eine grosse, helle Flamme brennt, und riecht nach gebranntem Papier: da haben Sie es, mit Viskose zu tun. Beim Anbrennen von anderen Chemiefasern wie Polyester bilden sich sogar Schmelzperlen. Seide, Wolle und Kaschmir sind weniger brennbar, brennen ohne Flamme und riechen nach gebranntem Horn.





Fransenstolen können keine echte reine Kaschmir-Pashmina aus Ladakh sein, weil sie zu dünn und zu leicht zum Flechten istDie echte Pashmina wird in indischem Kaschmir aus reinen Kaschmir-Pashmina-Daunen handgewebt, die in Ladakh auf einer Höhe von über 4500 m geerntet werden.

Fransen helfen dazu, Mischgewebe mit Seide, Chemiefasern oder Mongolien-Kaschmir zu erkennen. AUF KEINEM FALL kommt ein echter Pashmina mit Fransen am Rand, da Fasern zu dünn sind. Sonst kommt er mit vom Webstuhl gewebtem geraden Kanten.

Hier ist der einfachste Trick, um viele Fälschungen aufzudecken!











Seien Sie vorsichtig bei Nachahmungen. Echte Pashmina werden oft imitiert, aber eine echte Luxus-Pashmina aus reinem Kaschmir ist weicher, leichter und wärmer als alle Nachahmungen.

Jedoch kann feine Schaf- oder Lammwolle mit Rauteneffekt wie ein Pashmina gewebt werden. Gewissenlose Händler spielen mit Wörtern, um Kunden in die Irre zu führen, und benutzen daher „Kashmiri“ und machmal „Cashmeer“ an Stelle von „Cashmere“.












Doch bleibt die mit mongolischen Kaschmirfäden Maschine-gewebte Pashmina-Fälschung die unauffindbarste, sodass auch Fachleute daran zweifeln können. Selbst aus Kaschmir, dieser industriell hergestellte Artikel ist kein echter Pashmina und wird nicht so dauerhaft sein.



ein Arabesken-Jacquard-Gewebe kennzeichnet eine Imitation von maschinengewebtem Pashmina



Hier sind 2 Möglichkeiten, um ihn zu erkennen:

> Wenn er mit Arabesken- oder Jacquard-Müster im Schuss kommt, dann wurde er mit einem mekanischen Webstuhl gewebt, so ist es eine Fälschung.



Wenn das Weben zu gleichmäßig ist, wurde der Stoff maschinell gewebt: es ist kein PashminaEine echte Pashmina präsentiert ein unregelmäßiges Weben, das die Realisierung von Hand garantiert

> Wenn das Weben sieht zu einheitig und mit keinen Unebenheiten kommt, die charakteristich für Handarbeit sind, dann haben Sie es mit einer Fälschung zu tun. Um daran sicher zu sein, braucht man nur den Stoff im Licht überprüfen. Ausserdem kommt er allgemein leichter als ein echter Pashmina.









Wie erkennt sich ein echter Pashmina?

Ein echter handgewebter Pashmina aus reinem Himalayen-Kaschmir ist knitterfrei, fühlt weich, leicht, und kommt sofort warm beim Tragen.

Der Stoff kommt mit Unebenheiten, die bestätigen, dass er mit einem Handwebestuhl gewebt wurde.

Nur in der zwischen Indien und Pakistan liegende Region Kaschmir wurde dieser Stoff gemacht. Im Nepal wird kein echter Pashmina gewebt.

Zuletzt muss ein Pashmina ein „100% Kaschmir“ Etikett halten und AUF KEINEM FALL ist er billig.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, braucht man hohe Wachsamkeit!



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Copyright © Claire Denouel / Princesse Moghole